
Das ist der achte Teil der Comicserie, in der Jasmin Polsini und Valentin Weilenmann alias Mynt über die Höhen und Tiefen ihrer zweijährigen Wohnungssuche erzählen. Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5, Teil 6, Teil 7 können hier nachgelesen werden.












Bei einer langen Wohnungssuche wie der unseren ist es wichtig, sein direktes Umfeld für die Schwierigkeiten dabei zu sensibilisieren. Sich nur auf Plattformen und offizielle Ausschreibungen zu verlassen, reicht schlicht nicht aus.
Dabei hilft es, genaue Angaben zu Preisvorstellungen, Grösse und Barrierefreiheit zu machen. Denn genau da beginnt oft schon das Problem: Auch nahe Verwandte und Freund:innen sind nicht immer im Bild über die benötigte Barrierefreiheit einer behinderten Person. Deshalb ist sehr wichtig, die Art der Barrierefreiheit ganz klar zu erklären. Zum Beispiel: nicht einfach von Parterre sprechen. Viele Leute unterscheiden nicht zwischen einem einfachen Parterre und einem Hochparterre. Barrieretechnisch macht dies aber einen grossen Unterschied: Ein ebenerdiges Parterre kann ohne Stufen zugänglich sein. Ein Hochparterre weist oftmals eine kleine Treppe vom Eingang bis zur Eingangstüre auf.
Es kostet enorm viel Zeit und Kraft, Wohnungstipps auf Barrierefreiheit zu prüfen. Darum ist es wertvoll, wenn Helfer:innen gut zuhören und nur Vorschläge machen, wenn das Objekt wirklich den Suchkriterien entspricht.
Ebenso sollte man seinen Bekannten regelmässig den Stand der Suche mitteilen. Die meisten suchen in der Regel nicht jahrelang nach einer Wohnung und gehen deshalb davon aus, dass – wenn sie nichts mehr hören – längst eine gefunden wurde.
Ein Treffer ist nie garantiert, aber bislang hatten wir die vielversprechendsten Besichtigungen dank Tipps aus dem Umfeld. Wie bei der Wohnung, die Urs (Name geändert) uns vermittelt hatte.
Die Wohnung lag im selben Quartier, in dem wir aktuell noch wohnen, also ideal. Mit Nachbaren, die wir bereits kennen, super. Zu Beginn passte auch der Preis zu unserem Budget. Und ein Lift war vorhanden – klang schon mal gut. Was sollte da noch schiefgehen?
Aber natürlich kann immer alles passieren, und eine vermeintlich tolle Chance kann sich ganz plötzlich ins pure Gegenteil verkehren. Wie ihr im zweiten Teil unserer Geschichte erfahren werdet.




